Christian Spescha

News

Argentinen

11.08.2010
Die Reise nach Südamerika hat sehr gut geklappt. Sie war zwar ziemlich zeitraubend (22 Flugstunden) mit dem Umweg nach Santiago de Chile und dem Aufenthalt in Buenos Aires. Aber alles in allem sind wir wohlbehalten in Ushuaia angekommen. Zwar wurde bei einigen Athleten Persönliche Gegenstände aus ihrer Reisetasche entwendet. Aber dies ist wie ich vernahm, schon fast üblich für einen Trip nach Ushuaia. 

In Buenos Aires war ich kurzzeitig ein wenig schockiert über die Verkehrsordnung und das Fahrverhalten der Taxifahrer.  Alles sehr Risikofreudige Autofahrer, was man dann auch an den verkratzten und verbeulten Autos gut erkennen konnte. 

In Ushuaia logieren wir Athleten und Trainer im Hotel Fueguino. Ein sehr neues Hotel, das erst vor ca. 3-4 Jahren gebaut wurde. Die Servicemänner sind im Skigebiet untergebracht ganz in der Nähe der Talstation. Das Essen ist gut und abwechslungsreich. Die Zimmer bieten genug Komfort, sodass sich jeder wohlfühlt (3 Sterne Hotel CH). 
Zwischen uns Athleten herrscht eine gute Stimmung. Wir Athleten die dieses Jahr neu dazugekommen sind wurden alle gut integriert und ins Team aufgenommen. Von den arrivierten Fahrer können wir Youngster viel dazulernen in Punkten wie Skitechnik, Materialabstimmung, Professionalität etc…

Heute haben wir zum zweiten Mal auf Schnee trainiert. Die Verhältnisse sind sehr gut. Heute hat es zwar ein bisschen Neuschnee gegeben aber war dennoch kein Problem. Es ist schon ein ganz anderes Gefühl hier zu trainieren als auf den Gletscher in der Schweiz. Der Schnee ist komplett anders (Natur- und Kunstschnee)  und die Pisten bieten uns sehr viel mehr Variationsgelegenheiten.  Im Training wird in den ersten Tagen viel Wert auf die Skitechnik gelegt. Wir müssen versuchen die „perfekte“ Technik zu automatisieren. Was manchmal einige monotone Trainingsstunden auf dem Schnee ergibt. Aber wie heisst es „ohne Fleiss kein Preis“.

Durch den Argentinien Trip erhoffe ich mir, dass ich mich Skitechnisch weiterentwickeln kann und so einen Schritt näher an die Weltspitze komme. Zudem versuche ich mein Skimaterial zu optimieren. Mit meinem Servicemann Sepp Lauber probieren ich jeden Tag meine optimale Skiabstimmung auf verschiedenen Schneearten zu finden. 
Als Weltcup Neuling muss ich mich noch an die Professionalität die hier betrieben wird gewöhnen. Es wird wirklich versucht, für jeden Athleten teils auch Individuell das Beste aus jeder Situation herauszuholen. Was ich nicht selbstverständlich finde und dem ganzen Trainerstab hoch anzurechnen ist.

Gruass Christian


 

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